SMT® nach Dr. Graulich (Sanfte Manuelle Therapie)

Kreuzbein
Glossar
  • Kreuzbein: Gelenkige Verbindung, quasi-”dreieckige Knochenplatte” zwischen dem 5. Lendenwirbel und Steißbein: Auf dem Bild oben rechts zu sehen. Zentraler Ansatzpunkt der SMT® bei der Behandlung von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Empfindungssensationen und psychosomatischen Phänomenen des gesamten Körpers. Eine Teilausrenkung des Kreuzbeins (Kreuzbeinsubluxation) ist entweder allein oder zusammen mit weiteren Teilausrenkungen z.B. der Hüfte (Hüftgelenksubluxation) für weitere Krankheiten oberhalb des Kreuzbeins mit-verantwortlich bzw. mit-ursächlich.
     
  • Meridian: Reale Dreidimensionale Struktur (Gefäßnervenstrang), Leitbahn der Verteilung der Körperenergie nach dem System der chinesischen Medizin (Funktionskreislehre) auf dem die sogenannten Akupunkturpunkte liegen. Letztere haben jedoch für die SMT® keine Bedeutung, da an der Schnittstelle Wirbel-Meridian gearbeitet wird.
     
  • Meridianschmerz: Entdeckung der und Nachweis durch die SMT®: Schmerz und Empfindungsphänomene im Einflussgebiet eines Meridians haben eine reale Entstehungsursache an Kreuzbein/Wirbelsäule und sind nicht psychisch bedingt z.B. als diffuse Schmerzen an der Außenseite des Oberschenkels, für die mit konventionellen Untersuchungsmethoden keine körperliche Ursache gefunden werden kann.
     
  • Funktionskreislehre: Aus der chinesischen Medizin stammendes Wissen über die ganzheitliche Steuerung des menschlichen KÖreprs auf stofflicher bis hin zu feinstofflicher Ebene.
     
  • Tiefe Gesäßmuskulatur: Mehrere Muskelgruppen, zwischen denen die die Beine versorgenden Nerven (Ischias) liegen. Je nach Verspannungsgrad der einzelnen Muskelgruppen und Fehlstellung des Kreuzbeins entstehen unterschiedliche Beschwerdebilder, die von Kribbeln und Taubheit über Schmerzen und Bewegungseinschränkung der Beine (typische und atypische Ischialgien wie z.B. die “nervösen Beine”) bis hin zu Muskelkrämpfen (Spastiken) reichen können.
     
  • “Sport ist Mord”: Diese Aussage würde die SMT® sofort unterschreiben, aber auch “Bewegungslosigkeit ist Tod!”. Die Bandbreite der aktiven Mitarbeit bezieht sich auf Bewegung, also Benutzung der Muskulatur und nicht auf deren gezielten, häufig einseitigen Aufbau. Nicht der muskelbepackte Rücken schützt lt. SMT® vor Schmerzen, sondern eine Muskulatur, die keine Verspannungen aufweist und nicht auf Gelenkfehlstellungen “auftrainiert” ist. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse erklären die Bewegung zu einer wichtigen Säule der Therapie (während früher nach einem sogen. Hexenschuss (Lumboischialgie, Lumbago) Bettruhe verordnet wurde, muss man sich heute so viel wie möglich bewegen). Das Buch “Die 3 Säulen der SMT®” belegt anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, warum Bewegung wichtig, Trainieren für den Nichtsportler aber keine gute Idee ist.
     
  • Beinverlängerung: Ein einseitig längeres Bein kommt unter anderem durch eine Teilausrenkung des Hüftgelenkes zu Stande. Wird die Beinverlängerung nicht behandelt, reagiert das Skelett-Muskelsystem mit verschiedensten “Ausgleichs”-Fehlstellungen”, um seine Statik irgendwie aufrecht zu halten. Zum Beispiel mit einem Beckenschiefstand, einer Skoliose (seitliche Wirbelsäulenverbiegung) oder starken Muskelverspannungen. Je länger eine Hüftgelenksubluxation (Teilausrenkung des Hüftgelenks) besteht, desto eher besteht die Gefahr einer Hüftgelenksarthrose (Knorpelverbrauch am Hüftgelenkskopf) und damit evtl. die Notwendigkeit eines künstlichen Hüftgelenks. (Dies ist nur eines der Beispiele für Funktionszusammenhänge, die die SMT® herausgefunden hat!). Mit einem einfachen Handgriff können die Hüftgelenke regelmäßig wieder in die richtige Position gebracht werden - allein oder durch eine 2. Person (z. B. Mutter oder Vater bei Babies und Kleinkindern). 
     
  • Beckenschiefstand: Das Becken steht auf einer Seite bis zu mehrere Zentimeter höher. Um die Statik aufrecht zu halten, muss die Wirbelsäule oberhalb des Kreuzbeins eine Gegenbewegung machen, die evtl. durch weitere Gegenbewegungen bis hinauf zur Halswirbelsäule so wieder ausgeglichen wird. Bei oberflächlicher Sicht von hinten kann die Wirbelsäule zunächst gerade erscheinen: Sie ist es aber nicht. Die SMT® diagnostiziert und behandelt Beckenschiefstände, Skoliosen (seitliche Wirbelsäulenverdrehungen) und viele weitere Befunde des Bewegungsapparates, soweit dies medizinisch möglich ist (Das heißt, so lange nichts schwerwiegend und unwiederbringlich geschädigt ist. Deswegen ist eine SMT®-Untersuchung und ggf. Behandlung in jungen Lebensjahren so wichtig) Schwerwiegende Schmerzen und Probleme z. B. mit Schulter oder Nackenverspannungen können ihre Ursache in einem Beckenschiefstand haben, auch wenn das Becken ganz schön weit von der Schulter entfernt ist.
     
  • Taubheit der Beine oder Arme: Ein häufiges Problem, auch bereits bei jungen Menschen. Egal ob die Hände oder einzelne Finger nachts “einschlafen” oder beim Fahrradfahren oder auf dem Motorrad: Die SMT® behandelt wie immer von unten nach oben. Taubheit der Hände (oder deren extreme Kälte) wird im zweiten Schritt über den oberen Rücken behandelt (Brustwirbelsäule). Taubheit in Bein oder Fuß beim Stehen, Gehen oder (auf der Toilette-) Sitzen wird, wird, sofern kein Gefäßleiden vorliegt, über Hüfte-Becken-Kreuzbein behandelt.
     
  • Rückenschmerzen in jeder Form diagnostiziert und behandelt die SMT®. Der berühmte Kreuzschmerz bis hin zum Schwindel beim langen Stehen oder das Gefühl im Kreuz abzubrechen beim morgendlichen Aufstehen. All diese Phänomene sind der SMT® bekannt. Weitere Probleme wie Kopfschmerzen oder Knieschmerzen oder Hüftgelenkschmerzen, Schmerzen des Handgelenks oder der Schulter
    oder bei Mausarm (früher Tennisarm) kann ebenfalls mit der SMT® behandelt werden.

Wenn Sie genauer wissen möchten, welche Krankheiten die SMT® neben dem typischen Beschwerdebild Rückenschmerz behandelt oder wo sie nachvollziehbar geholfen hat, sehen Sie sich die von Herrn Dr. Graulich verfassten Bücher an bzw. konsultieren Sie für Ihren individuellen Einzelfall einen erfahrenen SMT®-Therapeuten.

  • Fersensporn (Sehne an der Ferse verknöchert zum Schutz vor Überspannung) oder Halux valgus (Großzehengrundgelenk verformt sich) oder verschiedene andere Formen von Fußproblemen wie etwa Senk- Spreiz- oder Knickfuß haben ebenfalls mit Kreuzbeinsubluxation und Beckenschiefstellungen zu tun. Während der SMT®-Behandlung verändert sich der Fuß, daher ist es sinnvoll, langjährig getragene Schuhe oder Einlagen nach Beginn der Behandlung zu ersetzen. Nicht jeder Schmerz im Fuß ist gleich ein Fersensporn: Oftmals sind die Fußgelenke subluxiert (teilausgerenkt), was zu Muskelverspannungen und Schmerzen führen kann.
     
  • Allergie oder Intoleranz bestimmten Stoffen gegenüber kann zusätzlich mit der SMT® angegangen werden.
     
  • Tinnitus, das permanente Geräusch im Ohr kann im Rahmen der SMT® -Behandlung beeinflusst werden, sofern es auf Gelenkfehlstellungen beruht.
     
  • Hyperaktivität, nervöser Bewegungsdrang, unruhige Beine können mit der SMT® behandelt werden, sofern die Ursache in Nerveneinklemmungen im Beckenbereich zu finden ist.
     
  • Skoliose: Jeder verdrehte Wirbel stellt letztlich eine Mini-Skoliose dar, also eine Abweichung der Wirbelsäule nach rechts oder links. Sie SMT® behandelt alle Formen von Skoliosen, auch schwere Torsionsskoliosen. Je älter der Befund, je höher die Gradzahl, desto länger die Behandlung. Mehrjährige Behandlungen unter konsequenter täglicher Durchführung der häuslichen Nachbehandlung und ausgiebiges möglichst tägliches Gehen sind die Voraussetzungen für den medizinisch überhaupt möglichen Erfolg.

 

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